Autofahren in Namibia

Sicher ‚auf Pad‘

Sie befinden sich hier:

Ein paar grundlegende Regeln

Damit Sie einen sicheren Urlaub haben.

Autoreifen wechseln

Bitte gehen Sie beim Reifenwechsel behutsam und konzentriert vor:

  • Handbremse an
  • gerade Position des Wagens
  • Steine vor und hinter die gesunden Reifen
  • gerade stabile Position des Wagenhebers
  • Muttern leicht anlockern vor dem Anheben des Wagens
  • Ersatzreifen abladen oder abmontieren bevor der Wagen gehoben wird
  • vor dem anheben des Wagens alle Personen raus aus dem Wagen und keiner unter dem Wagen.
  • Wagen anheben bis Reifen schwebt Muttern raus, zügig den Ersatzreifen dran und Muttern
  • anziehen über kreuz Wagenheber runterlassen, und erneut Radmuttern anziehen

Falls Hilfe beim Wechseln angeboten wird, achten Sie immer mit einem Auge auf den Inhalt Ihres Wagens.

Sie haben zwei Ersatzreifen, bitte lassen Sie einen beschädigten Reifen sobald wie möglich richten.

Bitte vergewissern Sie sich, ob Ihre Versicherung für Unfälle im Ausland gültig ist.

EMED Rescue 24: 081 924 und +264 61 411600

Hinweise der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland:

Eine erschreckend hohe Anzahl deutscher Urlauber verunglückt auf Namibias Straßen schwer. Zumeist sind bei den – oft tödlichen – Unfällen keine Drittfahrzeuge beteiligt, es kommt vielmehr – infolge überhöhter Geschwindigkeit – zum Überschlagen des Fahrzeugs. Die deutsche Botschaft appelliert daher an Ihr eigenes Interesse und an das Ihrer Familie, die folgenden Ratschläge zu beherzigen: Selbstfahren mit einem Mietwagen ist in Namibia in aller Regel ein schönes Erlebnis.

Aber: Vertrauen Sie nicht darauf, dass der Ihnen angelieferte Mietwagen von allen Autovermietern stets nach deutschen Kriterien gewartet ist. Kontrollieren Sie deshalb unbedingt Bremsen und Reifenzustand auf absolute Zuverlässigkeit. Möglichst sollten Sie auch zwei Reserveräder mitführen, aufgrund der sehr häufigen Reifenpannen auf Schotterpisten. Sie sollten sich das Werkzeug, bzw. den Wagenheber vorführen lassen!Fahren Sie wegen des ungewohnten Linksverkehrs und der unvertrauten Straßenverhältnisse defensiv und nicht zu schnell. Und schnallen Sie sich an!

Nicht zu schnell fahren: Auf Asphaltstraßen können aufgrund plötzlichen Seitenwindes 120 km/h schon zu schnell sein. Auf Schotterpisten sind bereits 90 km/h definitiv immer zu schnell! Sie kommen plötzlich ins Schleudern, mit 80 km/h können Sie meistens Ihren Wagen noch beherrschen! 

ahren Sie 60 – 70 km/h. Sie haben doch Urlaub! Sie sind bestimmt auf deutschen Autobahnen und Landstraßen ein ausgezeichneter Fahrer. Doch Ihre dortigen Fahrerfahrungen bieten hier nur sehr bedingt eine Sicherheit für gefahrloses Fahren. Hüten Sie sich vor einem trügerischen Gefühl der Sicherheit, u.a. weil es auf vielen Straßen Namibias kaum oder nur geringen Kfz-Verkehr gibt. Für alle Landstraßen, also für Asphaltstraßen sowie für Schotterpisten, gilt: Rechnen Sie stets mit höchstgefährlichen Überholmanövern des Gegenverkehrs in uneinsehbaren Kurven oder vor jedem die Sicht nehmenden Hügel! Rechnen Sie stets mit Tieren, sei es Wild, seien es Rinder oder Ziegen, die besonders in der Dämmerung morgens und abends und natürlich nachts, aber eigentlich zu jeder Tageszeit unvermittelt vor Ihrem Wagen den Weg kreuzen wollen. Der Zusammenstoß mit einem Kudu, Oryx oder Rind ist vergleichbar mit der Kollision mit einem Mittelklassewagen! Es ist eine häufige Ursache sehr schwerer, oft tödlicher Unfälle. Ebenso gefährlich wie eine Kollision ist ein abrupter Ausweichversuch, welcher fast stets zum Überschlag führt! Vermeiden Sie es grundsätzlich, in der Dämmerung oder in der Nacht zu fahren! Teilen Sie sich Ihre Tagesetappen entsprechend ein. Die Durchschnittsgeschwindigkeit eines vollen Fahrtages sollten Sie mit 40 – 50 km/h ansetzen. 

Besondere Gefahren auf Schotterpisten: Fahren Sie nie über 80 km/h, da Sie sehr leicht auch auf gerader Piste wegen Unebenheiten ins Schleudern geraten. Sie können keinen schleudernden Wagen auf der Piste halten, wenn Sie schneller als 80 km/h fahren! Halten Sie den Wagen in den Fahrspuren: Das Wechseln über die neben der Spur verlaufenden Schotter-Anhäufungen führt leicht zum Schleudern! Überholen Sie nie, wenn Ihnen die Staubfahne eines vor Ihnen fahrenden Wagens, die Sicht auf den Gegenverkehr nimmt. Wenn Sie dennoch in die Staubwand hineinfahren ist die Chance für einen tödlichen Frontalzusammenstoß sehr groß! Rechnen Sie beim Überholen, aber vor allem bei Gegenverkehr mit Steinschlag: Er zerstört nicht nur Ihre Windschutzscheibe, sondern kann Sie so erschrecken, dass Sie ins Schleudern geraten. Verlangsamen Sie also Ihre Fahrt, bis die Begegnung beendet ist. Achten Sie stets auf mögliche Schlaglöcher, Sandverwehungen, Steine, Rinnen etc., aufgrund des starken Sonnenlichtes entdecken Sie diese oft erst in letzter Sekunde. In der Regenzeit kann hinter jeder Kurve die Straße überflutet sein: Durchfahren Sie überflutete Teile der Straße/Piste nur ganz langsam. Sonst riskieren Sie den tödlichen Überschlag! 

Sollten Sie dennoch ins Schleudern geraten, versuchen Sie, ein Überschlagen zu vermeiden:
Kein Über- Korrigieren der Steuerung, keine Vollbremsung! Wenn Sie beim Schleudern in die Böschung geraten, versuchen Sie keinesfalls, durch entsprechendes Lenken den Wagen sofort wieder auf die Piste zurückzufahren. Dann stellen Sie den Wagen mit Außenneigung quer zur Fliehkraft: Der Wagen überschlägt sich fast unweigerlich! Versuchen Sie den Wagen in Richtung der Fliehkraft zu lenken. Versuchen Sie durch leichtes Lenken Hindernissen wie einem Baum, einem Stein auszuweichen. Erst wenn Sie im Flachen sind, versuchen Sie, den Wagen ohne Ruck wieder in Richtung Pistendamm zu lenken. Haben Sie keine Angst, den Wagen in einen Weidezaun zu fahren: Das gibt Schrammen, absorbiert aber die Energie am besten. Die Rechnung für den Zaun ist gering im Vergleich zu anderen möglichen Schäden. Die Schleudergefahr auf Schotterpisten in Kurven und bei Gefälle ist besonders groß. Fahren Sie hier besonders langsam und vorsichtig! Bei 4×4 (geländegängigen) Allrad Doppelkabinern (pick-ups), aber auch bei VW-Bussen, ist aufgrund Ihres sehr hohen Schwerpunkts besondere Vorsicht erforderlich! Mit Dachlasten (Dachzelt o.ä.) ist das Risiko des Schleuderns und Überschlagens noch höher! Vertrauen Sie nicht auf ein „HANDY“! Nur in größeren Orten haben Sie „Handy-Kontakt“.

Eine Selbstfahrer-Tour in Namibia ist ein Vergnügen, wenn Sie angemessen und vorsichtig fahren! Viel Freude und „gute Pad“, wie es hier heißt!

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Embassy of the Federal Republic of Germany

Sanlam Centre, 6th floor
154 Independence Avenue Windhoek/Namibia

Telefon: (++264) 61 273 100 / 273 133 Fax: (++264) 61 222 981
e-mail: germany@iway.na

Bereitschaftsdienst:

Handy: +264 (0)81 124 3572

Informationen zu Namibia

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Schotterpistenknigge

Damit Sie immer sicher ankommen.

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